Das geht unter die Haut.
Warum der lokale Friedhof ein wichtiger Ort der Gemeinschaft ist
Wir setzen uns dafür ein, dass wichtige gesellschaftliche Dialoge geführt werden. Auch deshalb unterstützen wir seit 2019 die Initiative „Raum für Trauer“. Dieser Think Tank setzt sich dafür ein, dass Beisetzungsorte auch gute Trauerorte sind. Das ist nach Erkenntnissen der Initiative der Fall, wenn sie trauernden Hinterbliebenen selbstbestimmte persönliche Gedenkrituale am Grab erlauben, ohne sie zur Grabpflege zur verpflichten, und zwar auch in pflegefreien Gemeinschaftsgräbern.
Denn in Krisen greift der Mensch zu haltgebenden Ritualen. Oft jedoch ist eben verboten, worin sich die Trauer äußert: Blumen oder andere Gegenstände abzulegen beispielsweise. In diesen Fällen stand nicht der trauernde Mensch im Mittelpunkt der Konzeption, sondern die Ökonomie. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, weil solche Verbote die Verarbeitung von Verlust stören können.
Wir sind überzeugt: Gräber können für viele Hinterbliebene heilende Orte für die Verarbeitung von Verlust und Trauer in der Gemeinschaft sein. Und Friedhöfe sind wertvolle Orte der Gemeinschaft vor allem dort, wo sie als Orte für die Lebenden verstanden und gestaltet werden.
Im Jahr 2023 wurde der Campus Vivorum („Feld der Lebenden“) eröffnet, das weltweit erste Experimentierfeld für die Gestaltung von Friedhöfen als Orte der Lebenden. Dazu haben wir im Auftrag der Initiative Raum für Trauer zahlreiche Interviews mit Experten aus der Friedhofswelt und mit Hinterbliebenen geführt – Gespräche vor der Kamera (Studio Kamenar), die unter die Haut gehen. Gemeinsam mit unserem sehr geschätzten Kooperationspartner Thomas Kamenar haben wir aus den Interviews Filme für vier verschiedene Zielgruppen entwickelt und daraus insgesamt 49 Teaser generiert.
Inspiriert von Zukunftsforscher Matthias Horx in Wien, gemeinsam konzipiert auf der schwäbischen Alb, geschrieben von uns in Dresden mit Mitstreitern in München, Süßen und Tulln (A), wo wir sie im Studio Kamenar auch gemeinsam mit Thomas einsprechen und schneiden durften. Aus Innsbruck kam eine wunderbare Stimme dazu. Und endlich dürfen wir das Ergebnis auch teilen.
Hier sind nicht bloß vier Imagefilme entstanden. Sondern eine starke Botschaft, die gesehen und gehört wird – weil sie zweifellos berührt.
Wenn auch Sie für eine Botschaft die richtigen Worte und Bilder haben wollen, um sie in die Welt zu tragen, kommen Sie gern auf uns zu. Gemeinsam mit unserem starken Netzwerk bringen wir das zum Erfolg.